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Endlich: glutenfreie Demeter-Haferkleie aus Deutschland

Ernährungsberaterin und Glutenfrei-Expertin Elke Schulenburg stellt Euch in ihrem neuen Blog-Artikel unsere Haferkleie vor. Die ist jetzt nämlich auch glutenfrei. Lest selbst warum dieses regionale Superfood so wertvoll für eine ausgewogene Ernährung ist.

Ich habe das große Vergnügen, euch heute die erste glutenfreie Haferkleie in Demeter-Qualität aus Deutschland vorzustellen. Natürlich zertifiziert durch die DZG (Deutsche Zöliakie Gesellschaft). Als absoluter Hafer-Fan bin ich darüber sehr glücklich. Damit steht uns die ganze Vielfalt des glutenfreien Hafers in feinster Bio- bzw. Demeter-Qualität zur Verfügung. Hafer gibt es in allen Variationen: von Hafermehl über grobe Flocken bis zu feinen Zartblattflocken oder der Hot Hafer Porridge-Serie. Und jetzt auch die Haferkleie. Ich habe immer alle Sorten vorrätig, damit ich für jeden Essenswunsch gerüstet bin.

Mein persönlicher Tipp: Wenn ihr wie ich in der Nähe des Bauckhofs in Rosche wohnt, solltet ihr unbedingt das kleine freundliche Bauckhof-Lädchen besuchen. Es macht mir immer wieder Spaß, mich hier über die neuesten Produkte zu informieren und einzukaufen. Aber nicht nur wir Glutensensibelchen und Zölis kommen auf unsere Kosten, sondern auch alle Liebhaber von Weizen & Co. werden nicht enttäuscht.

Haferkleie ist ein regionales Superfood

Haferkleie kommt sehr unscheinbar daher, und auch ihr Name klingt wenig spektakulär. Aber sie ist ein wahres Superfood für unser Wohlbefinden. Wer hätte das gedacht?

Was mir und auch der Umwelt gut an der glutenfreien Haferkleie des Bauckhofs gefällt: Sie wird im strengen Öko-Landbau in zertifizierter Demeter-Qualität größtenteils in Norddeutschland produziert, hat kurze Transportwege und wird fair gehandelt.

Darüber hinaus findet ihr auf der Verpackung auch noch das Label der „Oft-länger-gut-Kampagne“. Das alles ist ganz im Sinne einer klimafreundlichen Ernährung. Superfoods aus fernen Ländern hingegen erfüllen diese Kriterien nicht.

Damit niemand im Dunkeln tappen muss, erkläre ich kurz, was Haferkleie überhaupt ist. Die Haferkleie des Bauckhofs wird aus stabilisierter Grütze hergestellt, also aus dem zerkleinertem Haferkorn. Stabilisiert bedeutet, dass die Haferstückchen gedämpft wurden, damit sie nicht so schnell verderben. Das Dämpfen lässt zudem das nussartige Haferaroma besonders gut zur Geltung kommen.

Haferkleie besteht zum Großteil aus den Randschichten des Korns. Sie enthält natürlicherweise die hafertypischen Vitalstoffe wie Magnesium, Fettsäuren und hochwertiges pflanzliches Eiweiß. Am meisten aber trumpft sie mit ihren wertvollen Ballaststoffen auf. Das macht sie für uns Ernährungsbewusste besonders interessant.

Ballaststoff-Power

Ballaststoffe sind pflanzliche Faser- und Quellstoffe. Sie sind gesund und unverzichtbar für unsere Verdauung. Viele denken, wenn es um gesunde Ernährung geht, nur an Vitamine und Mineralstoffe, aber selten an Ballaststoffe. Dabei sind sich Ernährungsexperten einig: Täglich rund 30 Gramm Ballaststoffe halten uns fit. Wir finden sie in Vollkornprodukten, Gemüse, Nüssen, Obst und besonders üppig in Kleie. Tierische Produkte enthalten keine Ballaststoffe.

Warum tun uns Ballaststoffe so gut? Ihre gesundheitsfördernde Wirkung für den ganzen Körper entfaltet sich über den Darm. Schon Hippokrates erkannte vor über 2000 Jahren: „Der gesunde Darm ist die Wurzel aller Gesundheit“ – daran hat sich bis heute nichts geändert.

In Haferkleie stecken verschiedene Ballaststoffe wie beispielsweise ß-Glucane. Sie alle haben unterschiedliche Auswirkungen im Darm. Ballaststoffe sind weitgehend unverdaulich und enthalten dadurch praktisch keine Kalorien. Daher dachte man früher, sie seien nur unnötiger Ballast (daher stammt ihr Name, der ihnen gar nicht gerecht wird). Heute sind wir schlauer und wissen um ihre positiven Wirkungen auf die Darmgesundheit, den Blutzucker- und Cholesterinspiegel und das Immunsystem. Durch die gute und anhaltende Sättigung helfen sie uns sogar, das Gewicht im Zaum zu halten.

Mein Tipp für einen fitten Darm: täglich 2 - 4 EL Haferkleie im Rahmen einer natürlichen und abwechslungsreichen Ernährung essen.

Wissenswert: Eventuelles Bauch- und Darmgrummeln kommt zu Beginn einer ballaststoffreichen Ernährung meistens von den Ballaststoffen selbst und sollte nicht mit einer Unverträglichkeit verwechselt werden. Wenn euer Verdauungstrakt Ballaststoffe nicht gewohnt ist, solltet ihr mit einem Esslöffel Kleie am Tag starten und die Menge langsam erhöhen. Insbesondere Zöliakie-Betroffene sollten glutenfreien Hafer und Haferkleie immer nur schrittweise in ihre Ernährung integrieren. Da Ballaststoffe viel Flüssigkeit binden, dürft ihr nicht vergessen, genug zu trinken!!

Mach doch mal was aus Haferkleie

Haferkleie ist der ideale Begleiter in der täglichen Ernährung. Wer noch nie Haferkleie verwendet hat, wird staunen, wie vielseitig und köstlich sie einzusetzen ist.

  • Smoothies schmecken super mit Haferkleie und machen auch etwas länger satt.
  • Im Müsli, in Overnight Oats und Porridge mischt man die Kleie gern mit Haferflocken.
  • Brotbacken: Haferkleie macht jedes Brot saftiger und ballaststoffreicher. Die Schüttflüssigkeit muss etwas erhöht werden, da Kleie zum Quellen Feuchtigkeit braucht.
  • In Kuchen, Keksen, Muffins und Waffeln.
  • Zum Binden von veganen und vegetarischen Bratlingen & Co.
  • Zum Binden von Frikadellen. So kommen Ballaststoffe auch ins Fleisch. J
  • In Pfannkuchen, Eierkuchen und Pancakes.
  • Als Topping für Salat und Suppe. Zart angeröstet schmeckt Haferkleie grandios.
  • Als zarte Panade für Fisch und Gemüse.

Hafer-Rösti an Kräuterquark und dazu Wellness

Vegetarische Rösti esse ich besonders gern und habe mit der neuen Haferkleie ein Rezept entwickelt, das auch euch begeistern wird. Dazu schmecken frischer Kräuterquark und ein bunter Salat: eine schnelle, leckere und sättigende kleine Mahlzeit.

Hier geht es zum Rezept

Zum Schluss noch schnell ein Wellness-Rezept für unsere von Desinfektionsmitteln beanspruchten „Corona-Hände“: Dafür mischt ihr jeweils 1 TL Haferkleie, Quark und Olivenöl. Sanft einmassieren, dann abwaschen. Das Peeling ist eine Wohltat für gestresste Haut.

Ich hoffe, ihr seid das nächste Mal wieder dabei, wenn ich über Hafer schreibe. Ein leckeres Rezept wartet natürlich wieder auf euch.

Bleibt gesund und entspannt :)

Eure Elke

 

Bei Fragen erreicht ihr mich über den Kontakt meines Blogs: www.elke-schulenburg.de

Portraitfoto: Jana Köster j.k_foto