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Nachhaltig mit Lebensmitteln umgehen

In unserem neuen Blog-Beitrag erzählt Nachhaltigkeits-Influencerin Kerstin von der Kampagne „Too good to go“ und gibt Tipps, wie wir alle zu Hause nachhaltig mit unserem Essen und Trinken umgehen können.

Seit einigen Wochen findet Ihr auf den Verpackungen der Bauckhof-Produkte ein Logo mit dem Titel „Oft länger gut“. Das Bio-Unternehmen hat sich der Kampagne von „Too good to go“ angeschlossen. Ihr Ziel ist es, Verbraucher darauf aufmerksam machen, dass Produkte auch nach Erreichen des Mindesthaltbarkeitsdatums (MHD) noch gut sind. Denn tatsächlich fällt mehr als die Hälfte der Lebensmittelverschwendung in Deutschland in Privathaushalten an, also bei und durch uns alle. Einer der Hauptgründe ist das Missverständnis vom Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD). Viele Produkte werden entsorgt, wenn das MHD überschritten ist, obwohl sie noch gut sind.

Ich bin Kerstin, 32 Jahre alt und komme aus der Nähe von Stuttgart, wo ich mit meinem Mann und unserer kleinen, zauberhaften Tochter lebe. Ich schreibe auf Instagram auf meinem Kanal @phoebemandell über Nachhaltigkeit, Fair Fashion oder allgemein gesagt alles rund um das Thema „Green Lifestyle.“ Das Bauckhof-Team hat mich eingeladen Euch in einem Blog-Beitrag zu erzählen, wie wir versuchen möglichst nachhaltig mit unseren Lebensmitteln umzugehen.

Bei uns passiert es oft mit Milchprodukten (tierisch und pflanzlich). Erst nach dem neuen Einkauf fällt auf: „Mist, wir hatten ja noch eine ungeöffnete Flasche.“ Natürlich ganz hinten im Kühlschrank, schön versteckt. Da passiert es leider ab und an, dass ein Produkt noch geschlossen ist und das MHD abläuft, also das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten wird. Mein grundlegender Tipp: nur kaufen was man braucht, in der richtigen Menge und immer den Vorrat vor dem Einkauf prüfen. Wir gehen nie ohne Einkaufszettel einkaufen und versuchen vorher genau zu planen, was wir einkaufen wollen. Aber in der Realität klappt das nun einmal nicht immer.

Es hat sich bestimmt jede:r schon einmal in genau dieser Situation die Frage gestellt: Kann ich ein Produkt noch essen / trinken, obwohl das MHD überschritten ist? Bei Milchprodukten sind wir da per se nicht kritisch, schließlich schmeckt man es. Bei Eiern? Da gibt es zumindest die Methode mit dem Wasser, ob sie untergehen oder oben schwimmen. Bei Fisch und Fleisch wird es schon schwieriger – umso wichtiger, hier mit Bedacht zu kaufen. Und aus Tierwohl und ökologischen Gründen essen wir Fleisch und Fisch sowieso nur selten. Es gibt sogar einige Produkte bei denen das MHD von Haus aus keinen Sinn macht. Zum Beispiel Senf, der verliert nur seinen Geschmack, aber wird nicht schlecht. Gleiches bei Bier, Salz und Wasser.

1,8 Millionen Tonnen Lebensmittel landen im Müll

Zurück bleibt die Unsicherheit, wenn das MHD überschritten ist. Kann man das Produkt noch gefahrlos konsumieren, oder nicht? Oft schwer zu sagen und dann gewinnt die Unsicherheit und das Produkt landet im Müll. So geht es vielen, Produkte werden präventiv weggeschmissen, aus Vorsicht und Unwissen. Das schadet der Umwelt und somit uns allen als Gesellschaft. Jahr für Jahr werden in Deutschland so bis zu 1,8 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen, wegen des abgelaufenen MHDs! Nicht weil die Produkte ungenießbar wären, sondern weil das MDH überschritten ist. Dabei heißt MHD doch nur Mindesthaltbarkeitsdatum. Es ist also nur das Datum, bis zu welchem ein Produkt bei richtiger Lagerung mindestens haltbar ist. Genießbar ist es auch darüber hinaus noch oft.

Warum helfen einem da nicht die Hersteller? Es ist Zeit für eine Veränderung. Eigentlich schon lang, aber endlich tut sich was.

Genug über Senf, den mag ja eh nicht jede:r. Wie sieht es bei Mehl, Müsli, Haferflocken etc. von Bauckhof Mühle aus? Bei richtiger Lagerung sind diese Trockenprodukte oft noch nach dem Überschreiten des MHDs genießbar. Bauckhof geht mit gutem Beispiel voran und druckt auf viele Produkte das Logo „Oft länger gut“ und macht Mut seinen Sinnen zu vertrauen. Das finden wir sinnvoll und unterstützen wir. Schauen, Riechen, Probieren. Diese Regel ist mir auf Anhieb sympathisch. Und wenn alles passt: GENIESSEN, ganz ohne Sorgen. Wir sollten unseren Sinnen mehr vertrauen und verstehen, dass das MHD nur die Mindesthaltbarkeit ist und das Produkt danach noch „oft länger gut“ ist. Übrigens kann ich Euch die App von Too Good To Go empfehlen.

Reste verwerten

Mit der Methode können viel mehr Lebensmittel gerettet werden. Das ist umweltschonend und gleichzeitig kann man Geld sparen und handelt nachhaltig, eine absolute tolle Kombination. Wir versuchen generell in kleinen und großen Schritten unseren Alltag nachhaltiger zu gestalten. Wir finden es auch gegenüber unserer 2-Jährigen Tochter wichtig, ihr von Anfang an diese Werte zu vermitteln. Oft kann man bestimmte Dinge nur in einer bestimmten Größe kaufen, z.B. Erbsen im Glas. Aber wenn dann für das Gericht nicht das gesamte Glas braucht, gibt es einen Rest. Wir sammeln alle Reste im Kühlschrank und machen daraus nach ein paar Tagen eine leckere, schnelle Gemüse-Tomatensauce für Pasta.

Habt ihr auch schon einmal bemerkt, dass Obst mal langsamer, mal schneller reift? Das kommt darauf an, welches Obst neben welchem liegt. Werden Bananen zu schnell reif und sind bereits so weich und schwarz, dass man sie eigentlich nicht mehr essen möchte, genau dann sind sie optimal für Bananenbrot!

Außerdem versuchen wir immer das komplette Gemüsestück zu verarbeiten. Aus dem Strunk eines Brokkoli kann man super eine Suppe machen. Aus verschiedenen Obstresten Smoothies und auch das Grün mancher Gemüsesorten muss nicht im Müll landen. Z.B. aus Kohlrabiblättern kann man mit Bananen, Birne und Orangensaft einen leckeren grünen Smoothie mixen.

Hinsichtlich Nachhaltigkeit muss keiner perfekt agieren. Und nicht bei 100% starten. Jeder in seinem Tempo und jeder noch so kleine Schritt hilft! Ganz nach dem Motto von Mutter Teresa: „Wir wissen nur zu gut, dass das, was wir tun, nichts weiter als ein Tropfen auf den heißen Stein ist. Aber wenn der Tropfen nicht da wäre, würde dem Ozean etwas fehlen.“