Aus der Praxis

Verantwortung im Waldbau

Dem Wald kommt in der biologisch-dynamischen Landwirtschaft eine besondere Bedeutung und Aufgabe zu.

Die Verantwortung, die in dem Aufbau und der Pflege der Wälder liegt, ist generationsübergreifend. Vor 60 Jahren wurde durch Dr. Nicolaus Remer mit der Umgestaltung der Bauckhof-Wälder nach den Ideen von August Bier begonnen. Diese Arbeiten werden weiter fortgesetzt mit dem Ziel, eine Vielfalt von Gehölzvergesellschaftung und Altersstufen zu schaffen.

Ein Augenmerk liegt hierbei auch auf den Waldrandflächen und dem Zusammenspiel der Waldbewohner. Viele Vogelarten bauen an bestimmten Laub- und Nadelbaumzweigen ihre Nester. Allein 19 Arten der Höhlenbrüter legen in 360 Vogelnistkästen, die im Wald des Bauckhofs Amelinghausen beobachtet werden, ihre Eier und erziehen ihr Jungvolk.

Die Pflege von Bienenstöcken am Waldsaum und der Schutz von mehr als hundert Ameisenvölkern im Waldgebiet Amelinghausen gehören zu diesen Aufgaben.

Auf bestimmten Versuchsflächen finden sich Vergesellschaftungen verschiedener Baumarten wie zum Beispiel Douglasien und Küstentannen mit bodenpfleglichen Laubbaumarten. Pflanzen wie Leguminosen werden zur Bodenverbesserung eingesetzt. Das hohe Aufasten der Bäume fördert die Wuchsfreudigkeit und verbessert die Holzqualität.

Mit der Einrichtugn von sogenannten Waldweiden in bestimmten Gebieten, insbesondere Ödländereien wurde bereits 1975 begonnen, mit dme Ziel: Förderung von Landschaftsaufbau und der Gesundheit von Haustieren. Seit 1999 dienten diese Areale der Zucht der genügsamen Dexterrinder.