Der lange Weg zur umweltfreundlichen Verpackung

Unseren Kunden sind nachhaltige Verpackungen wichtig – regelmäßig erreichen uns Anrufe, E-Mails und Briefe mit Nachfragen zu diesem Thema. Auch wir wünschen uns umwelt- und ressourcenschonende Lösungen und setzen diese bereits bei vielen Produkten ein. So sind bereits mehr als 30 Artikel aus unserem Sortiment ausschließlich in recyclingfähigem Papier verpackt.

Dort, wo wir derzeit noch Plastikverpackungen nutzen, suchen wir kontinuierlich nach umweltfreundlicheren Alternativen. Aus diesem Grund haben wir eine abteilungsübergreifende Projektgruppe ins Leben gerufen, die die auf dem Markt erhältlichen Lösungen recherchiert, analysiert und bewertet. Dieser Text soll einen Überblick über die derzeitig erhältlichen Verpackungsmaterialien sowie ihre Vor- und Nachteile geben. Gleichzeitig soll aufgezeigt werden, welche Anforderungen unsere Produkte an die Verpackungen stellen.


Was müssen Verpackungen können?


Im Vordergrund steht immer die Lebensmittelsicherheit. Wichtigste Aufgabe der Verpackungsmaterialien ist der Schutz der enthaltenen Lebensmittel. Wir möchten, dass unsere Kunden einwandfreie Produkte ohne Verunreinigungen erhalten. Für uns selbstverständlich: Die Verpackungen müssen schadstoff- und gentechnikfrei sein.

In unseren Rezepturen finden sich oftmals Zutaten, die leicht fetten – beispielsweise Nüsse und Ölsaaten. Um auch hier die Lebensmittelsicherheit zu gewährleisten, sind wir auf Verpackungen angewiesen, die ein Durchweichen verhindern.

Auch unsere Maschinen stellen bestimmte Anforderungen an die Verpackungen. Nicht jedes Material lässt sich effizient verarbeiten. Darüber hinaus sind einige Verpackungsmaterialien bei Bedarf nicht in ausreichend großen Mengen verfügbar.

Diesen komplexen Anforderungen steht der Anspruch gegenüber, Verpackungsmaterialien nachhaltig und umweltverträglich zu gestalten.


Welche Verpackungen gibt es auf dem Markt und was sind die Herausforderungen?


Papier/Pappe

Bei vielen Produkten verwenden wir für Umverpackungen bereits Papier und Pappe, zum Beispiel bei unseren Faltschachteln und Mehlen. Insgesamt fast ein Viertel unseres Sortiments ist in reinen Papierverpackungen erhältlich. Papier scheidet aber immer dort von vornherein aus, wo es den Produktschutz nicht gewährleisten kann. Dies ist besonders bei feuchtigkeitsempfindlichen und fettigen Produkten wie Cornflakes oder Ölsaaten der Fall.

Verpackungen aus biologisch abbaubaren Kunststoffen versprechen dem Verbraucher Kompostierbarkeit. Auf dem Komposthaufen im Garten sollten diese Verpackungen allerdings nicht landen. Biologisch abbaubar sind diese Kunststoffe nur, wenn genau definierte Bedingungen erfüllt werden – und das ist in der Regel ausschließlich in industriellen Anlagen der Fall. Eine separate Sammlung und Kompostierung dieser Verpackungen findet in Deutschland in der Regel aber noch nicht statt. Darüber hinaus sind auch biologisch abbaubare Kunststoffe teilweise aus Polyester und somit aus Erdöl. Oft werden auch pflanzliche und erdölbasierte Rohstoffe vermischt. Kompostierung bedeutet auch, dass Recycling und damit eine erneute Nutzung ausgeschlossen sind. Es müssen für jede neue Verpackung auch neue Rohstoffe eingesetzt werden.

Verpackungen aus biobasierten Kunststoffen werden z.B. aus Mais oder Zuckerrohr hergestellt. Die Basis des Verpackungsmaterials bilden also grundsätzlich nachwachsende Rohstoffe. Allerdings stammen diese in der Regel aus konventionellen Monokulturen, sind somit pestizidbelastet, überdüngt und nicht gentechnikfrei. Auch lange Transportwege und der Verlust von Flächen für die Lebensmittelerzeugung sind problematisch. Entsorgt werden die Produkte über die Gelbe Tonne oder den Hausmüll. Obwohl Verpackungen aus diesen Rohstoffen Erdöl sparen und eine bessere Klimabilanz haben als herkömmliche Verpackungen, gibt es also auch hier viele Nachteile.

Derzeit haben also auch biologisch abbaubare und biobasierte Kunststoffe Nachteile. Für uns überwiegen diese noch.

Was machen wir schon?


  • Weitersuchen – wir prüfen in Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten ständig, ob es am Markt Alternativen zu Plastikverpackungen gibt. So testen wir z.B. gerade, wo wir Innenbeutel und Sichtfenster aus Kunststoff durch Pergament ersetzen können.
  • Wann immer möglich verzichten wir auf Plastik und verwenden stattdessen Verpackungen aus Papier, da hier zumindest eine hohe Recyclingquote erreicht wird. Dies berücksichtigen wir besonders bei der Entwicklung von neuen Produkten.
  • Wenn die Möglichkeit einer Papierverpackung nicht besteht, lässt sich auch die Plastikverpackung noch weiterverwerten. Durch Recycling oder die thermische Verwertung zur Rückgewinnung von Energie.
  • Wir verwenden Schadstoff- und gentechnikfreie Materialien.

Wie können Sie helfen?


Die korrekte Entsorgung unserer Verpackungen leistet einen Beitrag zur Schonung von Umwelt und Ressourcen. Unsere Plastikverpackungen gehören in die Gelbe Tonne, Papierverpackungen können in der Papiertonne entsorgt werden. In einigen Papierbeuteln, vor allem bei Müslis, nutzen wir zusätzlich einen Kunststoff-Innenbeutel. Dieser kann herausgetrennt und separat entsorgt werden.

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