Ackerbau

Vielfältiger Mischbetrieb

Selbst für die ökologische Landwirtschaft sind wir ein selten gewordener Mischbetrieb, der 235 Hektar Acker- und Weideland bewirtschaftet. Verschiedene Kulturen helfen dabei, eine vielfältige Fruchtfolge im Bioanbau zu entwickeln. Wir versuchen an unseren Standorten in Amelinghausen und Vastorf angepassten, nachhaltigen Ackerbau zu betreiben. Eine zentrale Bedeutung spielt in diesem Kontext die Viehhaltung auf unserem Betrieb. Der relativ schnell wirksame Mist von Schwein, Geflügel und Rind wird ergänzt durch den sehr stabilen Festmist aus dem Kuhstall. So werden die Nährstoffe nach und nach an den Boden abgegeben.
Die Nährstoffversorgung des Bodens ist für einen ökologisch wirtschaftenden Betrieb das A und O, da er nicht wie seine konventionellen Kollegen die Pflanzen mit Hilfe von Phosphor, Kali und Kunstdünger versorgt. In diesem Zusammenhang ist der Demeter-Verband vorbildlich: Er schreibt als einziger seinen Betrieben vor, Tiere und im speziellen Wiederkäuer zu halten, damit sie die Felder mit dem eigenen organischen Dünger versorgen können.
Eine Vielzahl von verschiedenen Kulturen werden zu einer Fruchtfolge zusammengeführt, die für den Boden und für die Qualität der Produkte in hohem Maße positiv wirkt. Keine Mais-Monokultur, sondern eine ausgewogene Mischung aus Blatt-, Halm- und Hackfrüchte ist die Grundlage für unseren biologisch-dynamischen Betrieb.

Anbau von Getreide und Gemüse in Amelinghausen:

  • Sommerweizen, Sommer- und Winterroggen, Dinkel, Triticale
  • Erbsen, Lupinen und Rotkleegras als Tierfutter
  • Kartoffeln (Linda und Ballerina)
  • Möhren, Rote Bete, Kürbis, Porree und  Zwiebeln
  • Körnermais für die Geflügelfütterung
  • verschiedene Zwischenfrüchte
  • jedes Jahr werden zudem Blühflächen angesät

Vor wichtigen und anspruchsvollen Kulturen, wie Gemüse bauen wir Pflanzen an, die den Boden tief durchwurzeln und durch ihr schnelles und üppiges Wachstum Unkräuter unterdrücken können. Die Leguminosen sind in der Lage an ihren Wurzeln in Knöllchen Luftstickstoff zu speichern, um es dann der folgenden Kultur zur Verfügung zu stellen. Die Kartoffeln und das Gemüse können davon profitieren und danken es uns mit guten Erträgen. Die Bitterlupine ist eine Kultur, die beides kann. Sie wurzelt in normalen Jahren mehrere Meter tief, holt bereits ausgewaschene Nährstoffe wieder nach oben und sammelt an ihren Wurzeln erstaunliche Mengen an Stickstoff.