Zweinutzungsrassen

Ein Huhn das Eier legt und Fleisch liefert

Wie kann es sein, dass Großkonzerne die Schöpfung kaufen können? Eine Frage, die uns auf dem Bauckhof umtreibt. Weltweit sind es nur drei global agierende Konzerne, die die Geflügelgenetik kontrollieren, weil sie die Rechte an der Abstammung erworben haben.

Auch wir beziehen noch Tiere aus diesem Genpool: Die am wenigsten intensive Genetik mit den geringsten Problemen – das ist die Lohmann Brown Plus. Ein sehr gesundes, frohwüchsiges Huhn, das gut zu unserem Betrieb passt. Bei den Hähnchen ist es eine mittelintensive Genetik der Zuchtlinie „ISA 757“, die gut zum Ökolandbau passt. Das Ziel ist aber, dass wir mit der ÖTZ (ökologische Tierzucht) wieder zurückfinden zu einer Zweinutzungsrasse. In der Regel ist es so, dass eine Rasse fürs Eierlegen zuständig ist und die andere für das Fleisch.

Wir halten zurzeit zusätzlich Kreuzungen alter Rassen, New Hampshire und Whiterock sowie Bress-Hühner, die gesondert vermarktet werden.

Unser Lese-Tipp: Für alle, die mehr über das Huhn erfahren wollen, z. B. wo es herstammt, welche Bedürfnisse es hat und wie die verschiedenen Haltungssysteme von konventionell bis bio genau aussehen, ist das Buch „Planet der Hühner“ von Mario Mensch und Anna Olschewsky. Anhand vieler Grafiken und kurzer Texte sind die genannten sowie weitere Themen übersichtlich aufbereitet. Das Buch ist über den Buchhandel erhältlich.