Winter adé

Mühle / Amelinghausen / Stütensen / Klein Süstedt
Zwei Wochen schönstes Winterwetter konnten wir seit langem mal wieder genießen. Den Trecker vor die Schlitten gespannt, war das Vergnügen auf der einen und das Schneeschippen die Kehrseite der Medaille. Romantische Bilder und kindliche Freuden...

Kurz vor Mariä Lichtmess hüllte der Schnee die Höfe und Landschaft rund um die Bauckhöfe und Bauckhof Mühle in ein schneeweißes Kleid. An Lichtmess, 2. Februar, endete früher die Weihnachtszeit. Ab diesem Zeitpunkt merkt man deutlich, dass die Tage wieder länger werden. Bereits eine Stunde von der Wintersonnenwende an gemessen. In diesem Jahr wurde der Eindruck von mehr Licht und längeren Tagen durch das Schneegewand noch verstärkt. Bei vielen von uns hat der Schnee ein bisschen kindliche Freude und Aufmunterung mit sich gebracht, die wir gerade in der doch schwierigen und kraftraubenden Zeit durch die Corona-Pandemie gut gebrauchen konnten. Kleinere Kinder in unserem Kreise haben das erste Mal so richtig Schnee erleben dürfen. Über zwei Wochen hat es uns fast genau bis zum Valentinstag erfreut, am Montag begann das Tauwetter und mit ihm naht in großen Schritten der Frühling, die ersten Schneeglöckchen und Krokusse kündigen ihn ebenso an, wie die Vögel, die wir bereits beim Materialsammeln für den Nestbau beobachten können. So sehr wir uns über den späten Winter gefreut haben, sehnen wir uns auch nach dem Frühling. Mit Winterimpressionen und den Worten Fallerslebens sagen wir

Winter, ade!
Scheiden thut weh.
Aber dein Scheiden macht,
Daß jetzt mein Herze lacht.
Winter, ade!
Scheiden thut weh.

(Hoffmann von Fallersleben, 1798-1874)

PS: Interessant ist auch der politische Querverweis der Interpretation auf Wikipedia zu diesem Kinder- und Volkslied